cc_byBahrs, EnnoGeier, Cecilia Roxanne2026-03-262026-03-262026https://hohpublica.uni-hohenheim.de/handle/123456789/1891210.60848/13840Kohlenstoffdioxid (CO2) stellt eines der bedeutendsten anthropogenen Treibhausgase (THG) und damit einen wesentlichen Treiber der Erderwärmung dar. Zur Minderung daraus resul-tierender, schwerwiegender Folgen für das menschliche Wohlergehen ist u.a. die Reduktion der CO2-Konzentration aus der Atmosphäre unerlässlich. Dafür sieht die Europäische Union (EU) vor, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen, indem auch die Fähigkeit zur Kohlen-stoffentnahme natürlicher Senken des LULUCF-Sektors (Land Use, Land Use Change and Fo-restry) ausgebaut wird. Begleitend zur Verabschiedung des Europäischen Klimaschutzgeset-zes 2021 und damit Rechtsverbindlichkeit der Erreichung dieser Klimaneutralität wurden di-verse Ansätze initiiert, die dies in kosteneffizienter Weise u.a. durch die Implementierung sogenannter C-Sequestrierungsmaßnahmen ermöglichen sollen. Vorliegende Arbeit be-schäftigt sich daher mit der Evaluierung des Beitragspotentials der ausgewählten C-Sequestrierungsmaßnahme Agroforst und dessen Einflussfaktoren zur kosteneffizienten Er-höhung der Senkenwirkung des LULUCF-Sektors zur Erreichung der Klimaneutralität in der EU. Anhand eines mehrstufigen, qualitativen und quantitativen Forschungsprozesses wird untersucht, inwiefern diese Maßnahme (1) kriterienkonform, (2) effektiv und (3) effizient ist, um durch die Generierung einer Kohlenstoffentnahme einen Beitrag zur Erhöhung der Sen-kenwirkung leisten zu können. Dabei spielt insbesondere die Untersuchung von Wechsel-wirkungen zwischen diesen drei Bewertungsindikatoren und deren Beeinflussung durch die Erfüllung ausgewählter Kriterien, standortspezifische Gegebenheiten und ökonomische Rahmenbedingungen eine Rolle. Da die Ausgestaltung der finanziellen Förderung bezüglich der Kosteneffizienz einen hohen Stellenwert einnimmt, werden diese Aspekte sowohl unter einer maßnahmenbasierten, als auch ergebnisbasierten Förderung untersucht. Ziele dieser Arbeit sind es, Erkenntnisse über das Zusammenwirken dieser Einflussfaktoren und der Bewertungsindikatoren zu gewinnen und das daraus resultierende Beitragspotenti-al zu quantifizieren, sowie dieses hinsichtlich seiner Bedeutung in der kosteneffizienten Er-höhung der Senkenwirkung des LULUCF-Sektors zu evaluieren. Diese Untersuchung erfolgt anhand einer dreiteiligen qualitativen und quantitativen Analyse. Beginnend mit der Identi-fizierung landnutzungsspezifischer Standards bzw. Kriterien wie Permanenz, Zusätzlichkeit oder die Vermeidung von Leakage-Effekten zur Untersuchung der Kriterienkonformität einer C-Sequestrierungsmaßnahme, folgt die Überprüfung, ob und wie diese durch Agroforst auch vor dem Hintergrund seiner praktischen Implementierung erfüllt werden können. Die Zu-sammenstellung der Kriterien basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche von insge-samt vier Standards zur Zertifizierung von THGE-Kompensationsmaßnahmen und ergänzen-den Quellen. Anhand einer weiteren Literaturrecherche wird die diesbezügliche Kriterien-konformität von Agroforst untersucht. Eine anschließende Recherche identifiziert Konzepte aus 26 globalen Carbon Farming Projekten zur praktischen Umsetzung dieser Anforderungen und Sicherstellung der Kriterienkonformität. Diese werden in ihrer Eignung einer Bewertung durch eine Befragung mit zehn Teilnehmer:innen und einem Gruppeninterview mit sechs Expert:innen unterzogen. Daran schließt sich die Quantifizierung der Kohlenstoffentnahme eines kriterienkonformen Agroforstsystems zur Feststellung seiner Effektivität an, wobei ein besonderer Fokus auf die Bedeutung standortspezifischer Gegebenheiten gelegt wird. Diese wird mit der Erhebung daraus resultierender Vermeidungskosten verknüpft, um die Effizienz eines kriterienkon-formen und effektiven Agroforstsystems zu messen. Die zugrundeliegende Analyse wird mit-tels des im Rahmen dieser Arbeit entwickelten ökonomisch-ökologischen Landnutzungsmo-dells PALUDAF und einer angegliederten Lebenszyklusanalyse (LCA) in der Untersuchungsre-gion Baden-Württemberg (BW) durchgeführt. Aufgrund der unterschiedlichen Ansätze zur Ausgestaltung der finanziellen Förderung erfolgt die Untersuchung von Effektivität und Effi-zienz in zwei getrennten Durchläufen. Aspekte der maßnahmenbasierten Förderung werden am Beispiel von Flächenprämien für Kurzumtriebsplantagen im Rahmen der Öko-Regelung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2023 evaluiert. Eine anschließende Untersuchung der ergebnisbasierten Förderung erfolgt am Beispiel eines hypothetischen Agroforstsystems zur Wertholzproduktion und eines fiktiven CO2-Preises in Anlehnung an den Zertifizierungsrah-men von Kohlenstoffentnahmen der EU (CRCF-Verordnung). Die in Kapitel 2 durchgeführte Literaturrecherche, ergänzt um eine Befragung mit zehn Teil-nehmer:innen und einem Gruppeninterview mit sechs Expert:innen zeigt, dass Agroforst ei-ne hohe Kriterienkonformität aufweist, was eine Grundvoraussetzung für die kosteneffizien-te Erhöhung der Senkenwirkung darstellt. Dies liegt darin begründet, dass weniger kriterien-konforme Agroforstsysteme zwar kosteneffizienter erscheinen können, aber nicht zu einer reellen Erhöhung der Senkenwirkung führen, wenn durch Leakage-Effekte letztlich ein nega-tiver Klimaschutznutzen entsteht. Hierbei erreicht Agroforst mit 70 % Kriterienkonformität den höchsten Wert gegenüber drei anderen C-Sequestrierungsmaßnahmen „Etablierung vielfältiger Fruchtfolgen“, „Integration von Zwischenfrüchten“ und „Umwandlung von Acker- und Dauergrünland“ (50-57 %). Besonders durch die Erfüllung der Zusätzlichkeit und der Generierung positiver Nebeneffekte weist Agroforst eine höhere Kriterienkonformität auf. Allerdings führen Aspekte wie die potentielle Reemission gebundenen Kohlenstoffs und die mögliche Verursachung von Leakage-Effekten zu einer Insuffizienz in der Kriterienkonformi-tät, da diese somit nicht vollständig erreicht werden kann. Auch die praktische Umsetzung dieser Kriterien im Rahmen der Implementierung dieser C-Sequestrierungsmaßnahme ist mit Schwierigkeiten verbunden, wie etwa die zuverlässige Quantifizierung der Kohlen-stoffentnahme. Auch wenn Agroforst somit eine vergleichsweise hohe Kriterienkonformität aufweist, müssen Limitationen in der Erfüllung zugrundeliegender Kriterien anerkannt wer-den, die dessen Beitragspotential begrenzen. Darüber hinaus weisen exemplarische Ergebnisse des Landnutzungsmodells PALUDAF auf ein signifikantes THGE-Minderungspotential und somit auf eine diesbezüglich gegebene Effekti-vität von Agroforst hin. Das Minderungspotential für Kurzumtriebsplantagen in BW wird in Kapitel 3 auf bis zu 336 kt CO2eq geschätzt, dasjenige von Agroforstsystemen zur Wert-holzproduktion in Kapitel 4 auf bis zu 350 kt CO2eq. Dabei bieten Letztere zusätzlich ein hö-heres Potential zur langfristigen Kohlenstoffentnahme und erhöhen damit deren Validität. Stand heute könnte die hier geschätzte THGE-Minderungsleistung derzeitige Emissionen aus der Bodennutzung (Stand 2023) in Höhe von 1,6 Mt CO2eq um bis zu 22 % senken, bzw. die THGE des Landwirtschaftssektors in BW in Höhe von 4,4 Mt CO2eq um bis zu 8 % reduzieren. Obwohl dieses Minderungspotential einen bedeutenden Stellenwert hinsichtlich des Klima-schutzes einnehmen könnte, muss eine Limitation dieses Beitrags aufgrund des insgesamt eher geringen Anteils an THGE anerkannt werden. Darüber hinaus ist die Effektivität eines daraus resultierenden Beitrags von Agroforst zur tatsächlichen Erreichung der Klimaneutrali-tät noch geringer. Ergebnisse aus Kapitel 4 zeigen, dass das reine Potential zur Kohlen-stoffentnahme, welches letztendlich zur effektiven Erhöhung der Senkenwirkung beitragen könnte, nur noch bei maximal 205 kt CO2eq liegt. Diese Beobachtung resultiert aus der Tat-sache, dass die Reduktion von THGE im Zuge des Agroforstanbaus einerseits nicht immer dem LULUCF-Sektor zugerechnet und andererseits auch nicht zum Ausgleich unvermeidba-rer THGE verwendet werden kann, was jedoch vor dem Hintergrund der zu erreichenden Klimaneutralität essentiell ist. Damit entspräche das tatsächliche Beitragspotential einem Anteil von 60 % des eigentlichen THGE-Minderungspotentials und könnte die derzeitige Senkenwirkung des LULUCF-Sektors in BW von 5,9 Mt CO2eq (Stand 2022) um maximal 3,5 % erhöhen. Diese limitierte Effektivität geht überdies mit einer hohen Variabilität in der Kosteneffizienz einher, wie aus modellbasierten Berechnungen von Vermeidungskosten in den Kapiteln 3 und 4 deutlich wird. Je nach alternativer Landnutzungsmöglichkeit und Standorteigenschaf-ten könnten durchschnittliche Vermeidungskosten für maßnahmenbasiert geförderte Kurz-umtriebsplantagen zwischen 70 und 454 € t CO2eq−1 liegen. Analysen aus einer Vorstudie (Geier et al. 2022) deuten sogar eine Schwankungsbreite zwischen 1.535 und -30 € t CO2eq−1 an und stützen damit die Aussage der Variabilität. Für eine ergebnisbasierte Förderung der Kohlenstoffentnahme durch Wertholzproduktion in Kapitel 4 können diese zwischen 44 und 244 € t CO2eq-1 schwanken. Verglichen mit anderen THGE-Minderungsmaßnahmen im LULUCF-Sektor wie Moorwiedervernässung weist Agroforst damit eine eher mittelmäßige Kosteneffizienz auf. Es zeigt sich aber auch, dass die Effizienz von standortspezifischen Ge-gebenheiten abhängig ist und Vermeidungskosten für Wertholzproduktion in einzelnen Landkreisen und unter sonst gleichen Bedingungen zwischen 75 und 102 € t CO2eq-1 variie-ren können. Dies legt nahe, dass Agroforst in einem regionalen Kontext durchaus kosteneffi-zient sein könnte, aber diese Kosteneffizienz sehr stark an regionsspezifische Gegebenhei-ten gebunden ist, was deren Übertragbarkeit auf einen überregionalen Kontext limitiert. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird dieses grundsätzliche Beitragspotential weiter evalu-iert und kritisch reflektiert. Hierbei bildet die Interaktion zwischen Bewertungsindikatoren und Einflussfaktoren wie der Erfüllung von Kriterien, standortspezifischer Gegebenheiten und ökonomischer Rahmenbedingungen einen zentralen Aspekt der Analyse. Ergebnisse zeigen hierbei eine komplexe Interaktion zwischen Bewertungsindikatoren und Einflussfak-toren, was die Erzielung eines Beitrags zur kosteneffizienten Erhöhung der Senkenwirkung erschwert. Eine teilweise diametrale Korrelation zwischen den Indikatoren bedingt, dass de-ren Optimierung zumindest z. T. mit einem Trade-off verbunden ist. Dennoch ist zumindest eine moderate Förderung von Agroforst empfehlenswert, da dieser neben der alleinigen Kohlenstoffentnahme als Beitrag zur Klimawandelminderung auch durch weitere positive Nebeneffekte in der Klimawandelanpassung relevant sein könnte, sowie generell dem Er-halt der Senkenwirkung dienen kann und sich als gegenüber anderen Maßnahmen zur Er-höhung der Senkenwirkung effektiver erweist. In diesem Zusammenhang sollte eine EU-weite, angepasste Förderung etabliert werden, um räumliche Disparitäten vor dem Hinter-grund der regionalen Effizienzunterschiede von Agroforst ausnutzen zu können: Investitio-nen in Agroforst werden dann möglicherweise vorrangig dort getätigt, wo die regionalen Gegebenheiten die höchste Effizienz versprechen. Somit könnte eine flächendeckende und gegebenenfalls differenzierte Förderung die unterschiedlichen regionalen Potenziale nut-zen, um eine effizientere Gesamtallokation der Fördermittel zu erreichen. Dies könnte etwa im Rahmen der GAP durch die Anpassung nationaler Strategiepläne und die Aufnahme der Öko-Regelung zur EU-weit harmonisierten Förderung von Agroforst erfolgen. Wo sich Agro-forst kosteneffizient zur Generierung einer Kohlenstoffentnahme umsetzen lässt, könnte in wenigen Fällen auch eine ergebnisbasierte Förderung gerechtfertigt sein. Dies setzt jedoch voraus, dass sowohl die Generierung der Kohlenstoffentnahme selbst als auch zugrundelie-gende, administrative Rahmenbedingungen im Zuge der ergebnisbasierten Förderung mög-lichst kosteneffizient sind. Dies ist der Fall, wenn ein Anbaustandort beispielsweise aufgrund geringer ökonomischer Vorzüglichkeit alternativer Kulturen niedrige Opportunitätskosten bei Erzielung vergleichsweise hoher C-Bindungsleistung und möglichst moderaten Leakage-Effekten aufweist, wie etwa bei extensivem Getreideanbau auf Böden mittlerer Güte. Die Etablierung einer zentralen Zertifizierungsinstanz mit standardisierten Quantifizierungs- und Verifizierungsprozessen kann die Transaktionskosten dieser Förderart minimieren. Zusammenfassend kann aus der vorliegenden Arbeit geschlossen werden, dass Agroforst un-ter den passenden Rahmenbedingungen einen signifikanten Beitrag zur kosteneffizienten Erhöhung der Senkenwirkung leisten könnte. Allerdings ist der Beitrag sowohl gering als auch räumlich variabel, was die gezielte Ausnutzung dieses Potentials erschwert. Eine finan-zielle Förderung kann hierin dienlich sein, ist aber ebenso in ihrer Lenkungswirkung be-grenzt. Es sollte daher von einer großflächigen Fokussierung auf die Kohlenstoffentnahme durch Agroforst Abstand genommen und dieser stattdessen als ganzheitliche Strategie ne-ben vielen anderen Maßnahmen zur Klimawandelanpassung und Restauration des LULUCF-Sektors erachtet werden. Diese Arbeit liefert damit wichtige Erkenntnisse für die Bedeutung von Agroforst im Rahmen einer ganzheitlichen Klimaschutzpolitik. Aufgrund der Vielfältig-keit und Aussagekraft der adressierten Aspekte sind die Ergebnisse sowohl für Politi-ker:innen, als auch Praktiker:innen und Forscher:innen im Bereich der Förderung, Umset-zung und Evaluation von Agroforstsystemen und deren Auswirkungen auf die THGE-Mitigation relevant.Carbon dioxide (CO2) is one of the most significant anthropogenic greenhouse gases (GHG) and, consequently, a major driver of global warming. Mitigating the severe consequences for human well-being requires, among other things, reducing the concentration of CO2 in the atmosphere. To this end, the European Union (EU) aims to achieve climate neutrality by 2050, including by expanding the capacity for carbon removal through natural sinks within the Land Use, Land Use Change and Forestry (LULUCF) sector. Following the adoption of the European Climate Law in 2021, legally binding the achievement of this climate neutrality, various approaches have been initiated to facilitate this in a cost-efficient manner, particu-larly through the implementation of so-called C-sequestration measures. This work therefore focuses on evaluating the contribution potential of agroforestry – a se-lected C-sequestration measure – and its influencing factors for cost-efficiently increasing the sink effect of the LULUCF sector to achieve climate neutrality in the EU. Using a multi-stage, qualitative and quantitative research process, it investigates to what extent this measure is (1) compliant with criteria, (2) effective, and (3) efficient in contributing to in-creased sink capacity through carbon removal. A key aspect of this investigation is examin-ing the interactions between these three evaluation indicators and their influence by ful-filling selected criteria, site-specific conditions, and economic frameworks. Given the high importance of cost-efficiency in the design of financial support, these aspects are examined under both action-based and result-based funding schemes. The objectives of this work are to gain insights into the interplay of these influencing factors and evaluation indicators, to quantify the resulting contribution potential, and to evaluate its significance in the cost-efficiency enhancement of the LULUCF sector’s sink capacity. This investigation is conducted through a three-part qualitative and quantitative analysis. It be-gins with identifying land-use-specific standards and criteria – such as permanence, addi-tionality, and the avoidance of leakage effects – to assess the conformity with the criteria of a C-sequestration measure. It then examines whether and how these criteria can be met through agroforestry, considering its practical implementation. The conformity with the cri-teria is based on a comprehensive literature review of a total of four standards for certifying GHG compensation measures and supplementary sources. A further literature review inves-tigates the conformity with the criteria of agroforestry in this regard. A subsequent search identifies concepts from 26 global Carbon Farming projects for the practical implementation of these requirements and ensuring criteria compliance. These are subjected to an evalua-tion through a survey with ten participants and a focus group interview with six experts to assess their suitability. Following this, the carbon removal of a criteria-compliant agroforestry system is quantified to determine its effectiveness, with a particular focus on the importance of site-specific con-ditions. This is linked to the resulting abatement costs to measure the efficiency of a criteria-compliant and effective agroforestry system. The underlying analysis is carried out using the economic-ecological land use model PALUDAF developed in this work and an associated Life Cycle Assessment (LCA) in the study region of Baden-Württemberg (BW). Due to the different approaches to designing financial support, the investigation of effectiveness and efficiency is carried out in two separate runs. Aspects of measure-based funding are evaluated using the example of area payments for short-rotation coppice within the framework of the Eco-scheme of the Common Agricultural Policy (CAP) 2023. A subsequent investigation of result-based funding is conducted using the example of a hypothetical agroforestry system for val-uable timber production and a fictitious CO2 price based on the EU framework for certifying carbon removals (CRCF Regulation). The literature review conducted in Chapter 2, supplemented by a survey with ten partici-pants and a focus group interview with six experts, demonstrates that agroforestry exhibits a high degree of conformity with the criteria, a fundamental prerequisite for the cost-efficient enhancement of sink capacity. This is because less criteria-compliant agroforestry systems may appear more cost-efficient, but do not lead to a real increase in sink capacity if leakage effects ultimately result in a negative climate protection benefit. Agroforestry achieves the highest value with 70 % conformity with the criteria, compared to three other C-sequestration measures – “establishment of diverse crop rotations,” “integration of catch crops,” and “conversion of arable and permanent grassland” (50-57 %). Particularly through fulfilling additionality and generating positive co-benefits, agroforestry demonstrates higher conformity with the criteria. However, aspects such as the potential re-emission of bound carbon and the possible causation of leakage effects lead to an insufficiency in conformity with the criteria, as it cannot be fully achieved. The practical implementation of these crite-ria within the framework of this C-sequestration measure is also associated with difficulties, such as the reliable quantification of carbon removal. Although agroforestry exhibits com-paratively high conformity with the criteria, limitations in their fulfilling must be acknowl-edged, as they limit its contribution potential. Furthermore, exemplary results from the PALUDAF land use model indicate a significant GHG mitigation potential and, therefore, a corresponding effectiveness of agroforestry. The miti-gation potential for short-rotation coppice in BW is estimated at up to 336 kt CO2eq in Chap-ter 3, and that of agroforestry systems for valuable timber production at up to 350 kt CO2eq in Chapter 4. The latter also offer a higher potential for long-term carbon removal, thereby increasing their validity. This estimated GHG mitigation performance could reduce current emissions from land use (as of 2023) of 1.6 Mt CO2eq by up to 22 % or reduce GHG emissions from the agricultural sector in BW of 4.4 Mt CO2eq by up to 8 %. Although this mitigation po-tential could be significant in terms of climate protection, a limitation of this contribution must be acknowledged due to the overall relatively small share of GHG emissions. Moreo-ver, the effectiveness of a resulting contribution from agroforestry to actually achieving cli-mate neutrality is even lower. Results from Chapter 4 show that the pure potential for car-bon removal, which could ultimately contribute to an effective increase in sink capacity, is only up to 205 kt CO2eq. This observation results from the fact that the reduction of GHG emissions in the course of agroforestry is not always attributed to the LULUCF sector and, on the other hand, cannot be used to offset unavoidable GHG emissions, which is essential in the context of achieving climate neutrality. Therefore, the actual contribution potential would correspond to 60 % of the achievable GHG mitigation potential and could increase the current sink capacity of the LULUCF sector in BW of 5.9 Mt CO2eq (as of 2022) by a maxi-mum of 3.5 %. This limited effectiveness is further accompanied by a high variability in cost-efficiency, as demonstrated by model-based calculations of abatement costs in Chapters 3 and 4. De-pending on the alternative land use options and site characteristics, average abatement costs for measure-based funded short-rotation coppice could range between €70 and €454 t CO2eq−1. Analyses from a preliminary study (Geier et al. 2022) even indicate a range between €1,535 and -€30 t CO2eq−1, supporting the statement of variability. For result-based funding of carbon removal through valuable timber production in Chapter 4, these could fluctuate between €44 and €244 t CO2eq-1. Compared to other GHG mitigation measures in the LULUCF sector, such as peatland rewetting, agroforestry thus exhibits a rather moderate cost-efficiency. However, it also shows that efficiency depends on site-specific conditions and abatement costs for valuable timber production could vary between €75 and €102 t CO2eq-1 in individual districts and under otherwise identical conditions. This suggests that agroforestry could be cost-efficient in a regional context, but this cost-efficiency is very strongly tied to region-specific conditions, limiting its transferability to a supra-regional con-text. This work further evaluates and critically reflects this fundamental contribution potential. The interaction between evaluation indicators and influencing factors such as fulfilling crite-ria, site-specific conditions, and economic frameworks forms a central aspect of the analysis. Results show a complex interaction between evaluation indicators and influencing factors, which makes achieving a contribution to cost-efficient enhancement of sink capacity more difficult. A partially diametrical correlation between the indicators means that their optimi-zation is at least sometimes associated with a trade-off. Nevertheless, at least moderate support for agroforestry is recommended, as, in addition to the sole carbon removal as a contribution to climate change mitigation, it could also be relevant in climate change adap-tation through further positive co-benefits, as well as generally serving to maintain sink ca-pacity and proving more effective than other measures to increase sink capacity. In this con-text, an EU-wide, adapted funding scheme should be established to exploit spatial dispari-ties in the face of regional efficiency differences in agroforestry: investments in agroforestry may then be prioritized where regional conditions promise the highest efficiency. Thus, a comprehensive and possibly differentiated funding scheme could utilize the different re-gional potentials to achieve a more efficient overall allocation of funds. This could be done within the framework of the CAP by adapting national strategic plans and incorporating the Eco-scheme for EU-wide harmonized funding of agroforestry. Where agroforestry can be im-plemented cost-efficiently to generate carbon removal, result-based funding could also be justified in a few cases. However, this requires that both the generation of carbon removal itself and the underlying administrative frameworks are as cost-efficient as possible in the context of result-based funding. This is the case when a cultivation site, for example, has low opportunity costs due to low economic advantages of alternative crops when achieving comparatively high C-binding performance and moderate leakage effects, such as extensive grain cultivation on medium-quality soils. Establishing a central certification body with standardized quantification and verification processes can minimize the transaction costs of this type of funding. In summary, this work concludes that agroforestry could make a significant contribution to the cost-efficient enhancement of sink capacity under the appropriate framework condi-tions. However, the contribution is both small and spatially variable, making it difficult to exploit this potential in a targeted manner. Financial support can be helpful in this regard, but its steering effect is also limited. Consequently, prioritizing agroforestry as a pure strate-gy for generating carbon removal is not advisable. Instead, it ought to be viewed as one in-tegral component within a holistic portfolio of measures for climate change adaptation and the restoration of the LULUCF sector. This work thus provides important insights into the importance of agroforestry within the framework of a holistic climate protection policy. Due to the diversity and informative power of the addressed aspects, the results are relevant for policymakers, practitioners, and researchers in the field of promoting, implementing, and evaluating agroforestry systems and their impact on GHG emission mitigation.mul630Beitragspotential silvoarabler Agroforstsysteme in Baden-Württemberg zur kosteneffizienten Erreichung der EU-KlimaneutralitätDoctoralThesis1967206570