publ-ohne-podpubl-ohne-podQaim, MatinGonzalez Rojas, María Carolina2024-04-082024-04-082010-02-242010https://hohpublica.uni-hohenheim.de/handle/123456789/5308Cassava is a basic staple food crop with worldwide distribution, mainly in developing countries. A fundamental source of energy for the poor, cassava grows well on marginal soils and resists pests and drought. In Latin America, Brazil is the largest cassava producer and consumer. The crop is especially important in the northeastern (NE) part of the country, where poverty and malnutrition rates are higher than in the rest of the country. However, despite the crop?s dietary importance, relatively little is known about consumer preferences, which holds true not only for Brazil but also for other developing countries. Understanding consumer preferences is crucial for technology and market development, especially in the context of provitamin A biofortification, as this entails a yellow-colored cassava root. The first article, titled ?Consumer Preferences for Cassava Characteristics in Pernambuco, Brazil?, addresses this research gap. Consumer preference for different cassava attributes are analyzed using household survey data and econometric techniques. A hedonic price model is specifically developed to estimate the values that consumers place on specific product attributes. Results show the most important characteristics for local consumers are ease of peeling, time of cooking, and texture; however, root color and size as well as market location are other relevant attributes in determining price. The second article, titled ?Consumer Acceptance of Second-Generation GM Foods: The Case of Biofortified Cassava in the Northeast of Brazil?, examines whether consumers would appreciate provitamin A biofortification and accept GM cassava. For this purpose, stated preference data, collected as part of the household survey, are used. Findings suggest that attitudes towards GM biofortified cassava are generally quite positive among local consumers. Three-quarters of all respondents in the survey said they would support the introduction of this new technology. Using contingent valuation techniques, consumers were shown to be willing to pay an average price premium of 64% for GM biofortified cassava. This is high but not unrealistic, given that vitamin A deficiency and related health problems are widespread in NE Brazil. In addition, a contingent ranking choice experiment was used to better understand the trade-offs between different cassava characteristics and estimate the partial willingness to pay (WTP) for each relevant attribute. For the provitamin A attribute alone, the average consumer is willing to pay a large premium of 160%. However, a discount is required for the color change of cassava from white to yellow (-29%), and an additional discount results from the fact that the cassava is genetically modified (-61%). These are important findings for biofortification research programs that have to make choices between conventional and GM breeding techniques. It is noted that a significantly positive WTP does not imply that GM provitamin A cassava will indeed be sold at a premium. The technology is being developed by the public sector with the aim to reduce malnutrition among the poor, so a low price should be sought to enable easy access. Hence, the WTP survey is a tool to better understand consumer attitudes rather than an approach to develop a pricing strategy for a new commercial product. The third article, titled ?Stakeholder Positions toward GM Food: The Case of Vitamin A Biofortified Cassava in Brazil?, gathers experiences from around the world and shows that stakeholder positions can crucially influence the efficiency of GM regulatory approaches and the success of new technologies. This research builds on a survey of a large range of local stakeholders. Overall, stakeholder perceptions about GM foods are relatively positive in Brazil. Statistical analysis shows that three groups of stakeholders can be distinguished: those in favor of GM crops, those against, and those that have a more or less neutral position. Representatives of local and multinational industries and those of several governmental entities belong mostly to the first group; international and national NGOs form the second group, while scientists are mostly found in the third group. Information sources and institutional/personal relationships influence individual stakeholder positions, as do socio-demographic characteristics, such as the level of education and age. An important result is also the high level of trust that stakeholders in Brazil have, in general, in the country?s research and academic sectors. Therefore, taking into account the relevance of information and the role played by the research sector, an effective system of distributing GM crop information via government agencies and/or public media is necessary to complement the knowledge of consumers so that they can make their own informed decisions.Maniok ist in vielen Entwicklungsländern ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Trotz der großen Bedeutung von Maniok, ist sowohl in Brasilien als auch in anderen Entwicklungsländern relativ wenig über Verbraucherpräferenzen bekannt. Solche Kenntnisse wären allerdings für die Technologie- und Marktentwicklung wichtig. Die Dissertation ist in drei Artikel strukturiert.Der erste Artikel mit dem Titel "Verbraucherpräferenzen für Maniokeigenschaften im Pernambuco, Brasiliens" verfolgt das Ziel, diese Forschungslücke zu verringern. Verbraucherpräferenzen für verschiedene Maniokeigenschaften werden mit Hilfe der Daten aus der Haushaltsbefragung und ökonometrischen Methoden analysiert. Speziell wird ein hedonistisches Preismodell entwickelt, um die Werte zu schätzen, die die Verbraucher bestimmten Produktattributen beimessen. Die Ergebnisse zeigen, dass Schälleichtigkeit, Kochzeit und Wurzelkonsistenz die wichtigsten Eigenschaften für lokale Verbraucher sind. Dennoch sind auch die Farbe, Wurzelgröße und Marktlokalität weitere relevante Attribute, die den Preis bestimmen. Der zweite Artikel "Verbraucherakzeptanz der zweiten Generation von GV Nahrungsmitteln: Das Beispiel von biofortifiziertem Maniok im Nordosten Brasiliens" untersucht, ob Verbraucher Provitamin A Biofortifikation schätzen und GV Maniok akzeptieren würden. Für diesen Zweck werden erklärte Verbraucherpräferenzdaten, die ebenfalls im Rahmen der Haushaltsbefragung erhoben wurden, verwendet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Einstellung zu GV biofortifiziertem Maniok bei lokalen Verbrauchern insgesamt relativ positiv ist. Drei Viertel aller Befragten gaben an, dass sie die Einführung dieser neuen Technologie befürworten. Mit Hilfe der kontingenten Bewertungsmethode wird gezeigt, dass Verbraucher bereit sind, eine durchschnittliche Preisprämie von 64% für GV biofortifizierten Maniok zu bezahlen. Dies erscheint zwar recht viel, aber nicht völlig unrealistisch, wenn man in Betracht zieht, dass Vitamin A Mangel im Nordosten Brasiliens ein weit verbreitetes und gravierendes Gesundheitsproblem ist. Zusätzlich wurde ein Choice-Experiment durchgeführt, um eventuelle Zielkonflikte zwischen unterschiedlichen Maniokeigenschaften besser zu verstehen und die Zahlungsbereitschaft für Einzelattribute zu schätzen. Für das Attribut Provitamin A allein ist der durchschnittliche Verbraucher bereit, eine stattliche Prämie von 160% zu bezahlen. Jedoch verringert sich die Zahlungsbereitschaft durch die Gelbfärbung um 29 Prozentpunkte, und die GV Eigenschaft führt zu einer weiteren Reduktion um 61 Prozentpunkte. Dies sind wichtige Ergebnisse für Biofortifikations-Forschungsprogramme, in denen zwischen konventionellen und gentechnischen Züchtungsmethoden gewählt werden muss. Es ist zu betonen, dass eine signifikant positive Zahlungsbereitschaft nicht bedeutet, dass Provitamin A Maniok tatsächlich mit einem Preisaufschlag verkauft werden wird. Da die Technologie durch den öffentlichen Sektor entwickelt wird, sollte der Preis möglichst niedrig sein, um armen Menschen als Hauptzielgruppe den Zugang zu ermöglichen. Insofern dient die Zahlungsbereitschaftsanalyse nicht zur Entwicklung einer kommerziellen Preisstrategie, sondern ausschließlich als Instrument, um Verbrauchereinstellungen besser zu verstehen. Der dritte Artikel trägt den Titel "Die Einstellung unterschiedlicher Interessengruppen zu Genfood: Das Beispiel von biofortifiziertem Provitamin A Maniok in Brasilien". Internationale Erfahrungen zeigen, dass Interessengruppen und die Einstellung unterschiedlicher Beteiligter die Effizienz von Regulierungsprozessen und den Erfolg biotechnologischer Innovationen entscheidend beeinflussen können. Diese Studie baut auf einer Befragung von Vertretern unterschiedlicher Organisationen in Brasilien auf. Die Ergebnisse zeigen, dass die Einstellung zu Genfood insgesamt relativ positiv ist. Dennoch gibt es deutliche Unterschiede. Statistische Analysen ergeben, dass drei Gruppen unterschieden werden können: Befürworter von Genfood, Gegner und solche, die eine eher neutrale Position verfolgen. Vertreter von nationalen und multinationalen Firmen und einige Regierungsbehörden gehören größtenteils der ersten Gruppe an. Nationale und internationale NGOs bilden die zweite Gruppe, während Wissenschaftler größtenteils in der dritten Gruppe zu finden sind. Informationsquellen und persönliche sowie institutionelle Beziehungen, ebenso wie soziodemografische Eigenschaften (z.B. Ausbildungsgrad, Alter), beeinflussen die individuelle Einstellung. Bezeichnend ist das große Vertrauen, das Forschung und Wissenschaft in Brasilien über die Gruppierungen hinweg genießen. Ein breites Informationssystem, welches neben dem Forschungssektor auch Regierungsbehörden und öffentliche Medien einschließt, erscheint wichtig, damit die Verbraucher in die Lage versetzt werden, eigene fundierte Entscheidungen hinsichtlich Genfood treffen zu können.engConsumerGenetically modifiedCassavaStakeholderBrazilKontingenten-BewertungsmethodeChoice experimentProvitamin ABiofortifikation630VerbraucherBrasilienManiokPreismodellInteressenverbandGentechnologiePublic attitudes towards genetically modified provitamin A Cassava in BrazilÖffentliche Akzeptanz von gentechnisch verändertem Provitamin A Maniok in BrasilienlDoctoralThesis319073173urn:nbn:de:bsz:100-opus-4213