Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre
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Publication Beitragspotential silvoarabler Agroforstsysteme in Baden-Württemberg zur kosteneffizienten Erreichung der EU-Klimaneutralität(2026) Geier, Cecilia Roxanne; Bahrs, EnnoKohlenstoffdioxid (CO2) stellt eines der bedeutendsten anthropogenen Treibhausgase (THG) und damit einen wesentlichen Treiber der Erderwärmung dar. Zur Minderung daraus resul-tierender, schwerwiegender Folgen für das menschliche Wohlergehen ist u.a. die Reduktion der CO2-Konzentration aus der Atmosphäre unerlässlich. Dafür sieht die Europäische Union (EU) vor, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen, indem auch die Fähigkeit zur Kohlen-stoffentnahme natürlicher Senken des LULUCF-Sektors (Land Use, Land Use Change and Fo-restry) ausgebaut wird. Begleitend zur Verabschiedung des Europäischen Klimaschutzgeset-zes 2021 und damit Rechtsverbindlichkeit der Erreichung dieser Klimaneutralität wurden di-verse Ansätze initiiert, die dies in kosteneffizienter Weise u.a. durch die Implementierung sogenannter C-Sequestrierungsmaßnahmen ermöglichen sollen. Vorliegende Arbeit be-schäftigt sich daher mit der Evaluierung des Beitragspotentials der ausgewählten C-Sequestrierungsmaßnahme Agroforst und dessen Einflussfaktoren zur kosteneffizienten Er-höhung der Senkenwirkung des LULUCF-Sektors zur Erreichung der Klimaneutralität in der EU. Anhand eines mehrstufigen, qualitativen und quantitativen Forschungsprozesses wird untersucht, inwiefern diese Maßnahme (1) kriterienkonform, (2) effektiv und (3) effizient ist, um durch die Generierung einer Kohlenstoffentnahme einen Beitrag zur Erhöhung der Sen-kenwirkung leisten zu können. Dabei spielt insbesondere die Untersuchung von Wechsel-wirkungen zwischen diesen drei Bewertungsindikatoren und deren Beeinflussung durch die Erfüllung ausgewählter Kriterien, standortspezifische Gegebenheiten und ökonomische Rahmenbedingungen eine Rolle. Da die Ausgestaltung der finanziellen Förderung bezüglich der Kosteneffizienz einen hohen Stellenwert einnimmt, werden diese Aspekte sowohl unter einer maßnahmenbasierten, als auch ergebnisbasierten Förderung untersucht. Ziele dieser Arbeit sind es, Erkenntnisse über das Zusammenwirken dieser Einflussfaktoren und der Bewertungsindikatoren zu gewinnen und das daraus resultierende Beitragspotenti-al zu quantifizieren, sowie dieses hinsichtlich seiner Bedeutung in der kosteneffizienten Er-höhung der Senkenwirkung des LULUCF-Sektors zu evaluieren. Diese Untersuchung erfolgt anhand einer dreiteiligen qualitativen und quantitativen Analyse. Beginnend mit der Identi-fizierung landnutzungsspezifischer Standards bzw. Kriterien wie Permanenz, Zusätzlichkeit oder die Vermeidung von Leakage-Effekten zur Untersuchung der Kriterienkonformität einer C-Sequestrierungsmaßnahme, folgt die Überprüfung, ob und wie diese durch Agroforst auch vor dem Hintergrund seiner praktischen Implementierung erfüllt werden können. Die Zu-sammenstellung der Kriterien basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche von insge-samt vier Standards zur Zertifizierung von THGE-Kompensationsmaßnahmen und ergänzen-den Quellen. Anhand einer weiteren Literaturrecherche wird die diesbezügliche Kriterien-konformität von Agroforst untersucht. Eine anschließende Recherche identifiziert Konzepte aus 26 globalen Carbon Farming Projekten zur praktischen Umsetzung dieser Anforderungen und Sicherstellung der Kriterienkonformität. Diese werden in ihrer Eignung einer Bewertung durch eine Befragung mit zehn Teilnehmer:innen und einem Gruppeninterview mit sechs Expert:innen unterzogen. Daran schließt sich die Quantifizierung der Kohlenstoffentnahme eines kriterienkonformen Agroforstsystems zur Feststellung seiner Effektivität an, wobei ein besonderer Fokus auf die Bedeutung standortspezifischer Gegebenheiten gelegt wird. Diese wird mit der Erhebung daraus resultierender Vermeidungskosten verknüpft, um die Effizienz eines kriterienkon-formen und effektiven Agroforstsystems zu messen. Die zugrundeliegende Analyse wird mit-tels des im Rahmen dieser Arbeit entwickelten ökonomisch-ökologischen Landnutzungsmo-dells PALUDAF und einer angegliederten Lebenszyklusanalyse (LCA) in der Untersuchungsre-gion Baden-Württemberg (BW) durchgeführt. Aufgrund der unterschiedlichen Ansätze zur Ausgestaltung der finanziellen Förderung erfolgt die Untersuchung von Effektivität und Effi-zienz in zwei getrennten Durchläufen. Aspekte der maßnahmenbasierten Förderung werden am Beispiel von Flächenprämien für Kurzumtriebsplantagen im Rahmen der Öko-Regelung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2023 evaluiert. Eine anschließende Untersuchung der ergebnisbasierten Förderung erfolgt am Beispiel eines hypothetischen Agroforstsystems zur Wertholzproduktion und eines fiktiven CO2-Preises in Anlehnung an den Zertifizierungsrah-men von Kohlenstoffentnahmen der EU (CRCF-Verordnung). Die in Kapitel 2 durchgeführte Literaturrecherche, ergänzt um eine Befragung mit zehn Teil-nehmer:innen und einem Gruppeninterview mit sechs Expert:innen zeigt, dass Agroforst ei-ne hohe Kriterienkonformität aufweist, was eine Grundvoraussetzung für die kosteneffizien-te Erhöhung der Senkenwirkung darstellt. Dies liegt darin begründet, dass weniger kriterien-konforme Agroforstsysteme zwar kosteneffizienter erscheinen können, aber nicht zu einer reellen Erhöhung der Senkenwirkung führen, wenn durch Leakage-Effekte letztlich ein nega-tiver Klimaschutznutzen entsteht. Hierbei erreicht Agroforst mit 70 % Kriterienkonformität den höchsten Wert gegenüber drei anderen C-Sequestrierungsmaßnahmen „Etablierung vielfältiger Fruchtfolgen“, „Integration von Zwischenfrüchten“ und „Umwandlung von Acker- und Dauergrünland“ (50-57 %). Besonders durch die Erfüllung der Zusätzlichkeit und der Generierung positiver Nebeneffekte weist Agroforst eine höhere Kriterienkonformität auf. Allerdings führen Aspekte wie die potentielle Reemission gebundenen Kohlenstoffs und die mögliche Verursachung von Leakage-Effekten zu einer Insuffizienz in der Kriterienkonformi-tät, da diese somit nicht vollständig erreicht werden kann. Auch die praktische Umsetzung dieser Kriterien im Rahmen der Implementierung dieser C-Sequestrierungsmaßnahme ist mit Schwierigkeiten verbunden, wie etwa die zuverlässige Quantifizierung der Kohlen-stoffentnahme. Auch wenn Agroforst somit eine vergleichsweise hohe Kriterienkonformität aufweist, müssen Limitationen in der Erfüllung zugrundeliegender Kriterien anerkannt wer-den, die dessen Beitragspotential begrenzen. Darüber hinaus weisen exemplarische Ergebnisse des Landnutzungsmodells PALUDAF auf ein signifikantes THGE-Minderungspotential und somit auf eine diesbezüglich gegebene Effekti-vität von Agroforst hin. Das Minderungspotential für Kurzumtriebsplantagen in BW wird in Kapitel 3 auf bis zu 336 kt CO2eq geschätzt, dasjenige von Agroforstsystemen zur Wert-holzproduktion in Kapitel 4 auf bis zu 350 kt CO2eq. Dabei bieten Letztere zusätzlich ein hö-heres Potential zur langfristigen Kohlenstoffentnahme und erhöhen damit deren Validität. Stand heute könnte die hier geschätzte THGE-Minderungsleistung derzeitige Emissionen aus der Bodennutzung (Stand 2023) in Höhe von 1,6 Mt CO2eq um bis zu 22 % senken, bzw. die THGE des Landwirtschaftssektors in BW in Höhe von 4,4 Mt CO2eq um bis zu 8 % reduzieren. Obwohl dieses Minderungspotential einen bedeutenden Stellenwert hinsichtlich des Klima-schutzes einnehmen könnte, muss eine Limitation dieses Beitrags aufgrund des insgesamt eher geringen Anteils an THGE anerkannt werden. Darüber hinaus ist die Effektivität eines daraus resultierenden Beitrags von Agroforst zur tatsächlichen Erreichung der Klimaneutrali-tät noch geringer. Ergebnisse aus Kapitel 4 zeigen, dass das reine Potential zur Kohlen-stoffentnahme, welches letztendlich zur effektiven Erhöhung der Senkenwirkung beitragen könnte, nur noch bei maximal 205 kt CO2eq liegt. Diese Beobachtung resultiert aus der Tat-sache, dass die Reduktion von THGE im Zuge des Agroforstanbaus einerseits nicht immer dem LULUCF-Sektor zugerechnet und andererseits auch nicht zum Ausgleich unvermeidba-rer THGE verwendet werden kann, was jedoch vor dem Hintergrund der zu erreichenden Klimaneutralität essentiell ist. Damit entspräche das tatsächliche Beitragspotential einem Anteil von 60 % des eigentlichen THGE-Minderungspotentials und könnte die derzeitige Senkenwirkung des LULUCF-Sektors in BW von 5,9 Mt CO2eq (Stand 2022) um maximal 3,5 % erhöhen. Diese limitierte Effektivität geht überdies mit einer hohen Variabilität in der Kosteneffizienz einher, wie aus modellbasierten Berechnungen von Vermeidungskosten in den Kapiteln 3 und 4 deutlich wird. Je nach alternativer Landnutzungsmöglichkeit und Standorteigenschaf-ten könnten durchschnittliche Vermeidungskosten für maßnahmenbasiert geförderte Kurz-umtriebsplantagen zwischen 70 und 454 € t CO2eq−1 liegen. Analysen aus einer Vorstudie (Geier et al. 2022) deuten sogar eine Schwankungsbreite zwischen 1.535 und -30 € t CO2eq−1 an und stützen damit die Aussage der Variabilität. Für eine ergebnisbasierte Förderung der Kohlenstoffentnahme durch Wertholzproduktion in Kapitel 4 können diese zwischen 44 und 244 € t CO2eq-1 schwanken. Verglichen mit anderen THGE-Minderungsmaßnahmen im LULUCF-Sektor wie Moorwiedervernässung weist Agroforst damit eine eher mittelmäßige Kosteneffizienz auf. Es zeigt sich aber auch, dass die Effizienz von standortspezifischen Ge-gebenheiten abhängig ist und Vermeidungskosten für Wertholzproduktion in einzelnen Landkreisen und unter sonst gleichen Bedingungen zwischen 75 und 102 € t CO2eq-1 variie-ren können. Dies legt nahe, dass Agroforst in einem regionalen Kontext durchaus kosteneffi-zient sein könnte, aber diese Kosteneffizienz sehr stark an regionsspezifische Gegebenhei-ten gebunden ist, was deren Übertragbarkeit auf einen überregionalen Kontext limitiert. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird dieses grundsätzliche Beitragspotential weiter evalu-iert und kritisch reflektiert. Hierbei bildet die Interaktion zwischen Bewertungsindikatoren und Einflussfaktoren wie der Erfüllung von Kriterien, standortspezifischer Gegebenheiten und ökonomischer Rahmenbedingungen einen zentralen Aspekt der Analyse. Ergebnisse zeigen hierbei eine komplexe Interaktion zwischen Bewertungsindikatoren und Einflussfak-toren, was die Erzielung eines Beitrags zur kosteneffizienten Erhöhung der Senkenwirkung erschwert. Eine teilweise diametrale Korrelation zwischen den Indikatoren bedingt, dass de-ren Optimierung zumindest z. T. mit einem Trade-off verbunden ist. Dennoch ist zumindest eine moderate Förderung von Agroforst empfehlenswert, da dieser neben der alleinigen Kohlenstoffentnahme als Beitrag zur Klimawandelminderung auch durch weitere positive Nebeneffekte in der Klimawandelanpassung relevant sein könnte, sowie generell dem Er-halt der Senkenwirkung dienen kann und sich als gegenüber anderen Maßnahmen zur Er-höhung der Senkenwirkung effektiver erweist. In diesem Zusammenhang sollte eine EU-weite, angepasste Förderung etabliert werden, um räumliche Disparitäten vor dem Hinter-grund der regionalen Effizienzunterschiede von Agroforst ausnutzen zu können: Investitio-nen in Agroforst werden dann möglicherweise vorrangig dort getätigt, wo die regionalen Gegebenheiten die höchste Effizienz versprechen. Somit könnte eine flächendeckende und gegebenenfalls differenzierte Förderung die unterschiedlichen regionalen Potenziale nut-zen, um eine effizientere Gesamtallokation der Fördermittel zu erreichen. Dies könnte etwa im Rahmen der GAP durch die Anpassung nationaler Strategiepläne und die Aufnahme der Öko-Regelung zur EU-weit harmonisierten Förderung von Agroforst erfolgen. Wo sich Agro-forst kosteneffizient zur Generierung einer Kohlenstoffentnahme umsetzen lässt, könnte in wenigen Fällen auch eine ergebnisbasierte Förderung gerechtfertigt sein. Dies setzt jedoch voraus, dass sowohl die Generierung der Kohlenstoffentnahme selbst als auch zugrundelie-gende, administrative Rahmenbedingungen im Zuge der ergebnisbasierten Förderung mög-lichst kosteneffizient sind. Dies ist der Fall, wenn ein Anbaustandort beispielsweise aufgrund geringer ökonomischer Vorzüglichkeit alternativer Kulturen niedrige Opportunitätskosten bei Erzielung vergleichsweise hoher C-Bindungsleistung und möglichst moderaten Leakage-Effekten aufweist, wie etwa bei extensivem Getreideanbau auf Böden mittlerer Güte. Die Etablierung einer zentralen Zertifizierungsinstanz mit standardisierten Quantifizierungs- und Verifizierungsprozessen kann die Transaktionskosten dieser Förderart minimieren. Zusammenfassend kann aus der vorliegenden Arbeit geschlossen werden, dass Agroforst un-ter den passenden Rahmenbedingungen einen signifikanten Beitrag zur kosteneffizienten Erhöhung der Senkenwirkung leisten könnte. Allerdings ist der Beitrag sowohl gering als auch räumlich variabel, was die gezielte Ausnutzung dieses Potentials erschwert. Eine finan-zielle Förderung kann hierin dienlich sein, ist aber ebenso in ihrer Lenkungswirkung be-grenzt. Es sollte daher von einer großflächigen Fokussierung auf die Kohlenstoffentnahme durch Agroforst Abstand genommen und dieser stattdessen als ganzheitliche Strategie ne-ben vielen anderen Maßnahmen zur Klimawandelanpassung und Restauration des LULUCF-Sektors erachtet werden. Diese Arbeit liefert damit wichtige Erkenntnisse für die Bedeutung von Agroforst im Rahmen einer ganzheitlichen Klimaschutzpolitik. Aufgrund der Vielfältig-keit und Aussagekraft der adressierten Aspekte sind die Ergebnisse sowohl für Politi-ker:innen, als auch Praktiker:innen und Forscher:innen im Bereich der Förderung, Umset-zung und Evaluation von Agroforstsystemen und deren Auswirkungen auf die THGE-Mitigation relevant.Publication Climate on the edge: impacts and adaptation in Ethiopia’s agriculture(2025) Feleke, Hirut Getachew; Amdie, Tesfaye Abebe; Rasche, Frank; Mersha, Sintayehu Yigrem; Brandt, Christian; Younos, Tamim; Lee, Juneseok; Parece, Tammy E.Climate change poses a significant threat to Ethiopian agriculture, impacting both cereal and livestock production through rising temperatures, erratic rainfall, prolonged droughts, and increased pest and disease outbreaks. These challenges intensify food insecurity, particularly for smallholder farmers and pastoralists who rely on climate-sensitive agricultural systems. This systematic review aims to synthesize the impacts of climate change on Ethiopian agriculture, with a specific focus on cereal production and livestock feed quality, while exploring effective adaptation strategies that can support resilience in the sector. The review synthesizes 50 peer-reviewed publications (2020–2024) from the Climate Change Effects on Food Security project, which supports young African academics and Higher Education Institutions (HEIs) in addressing Sustainable Development Goals (SDGs). Using PRISMA guidelines, the review assesses climate change impacts on major cereal crops and livestock feed in Ethiopia and explores adaptation strategies. Over the past 30 years, Ethiopia has experienced rising temperatures (0.3–0.66 °C), with future projections indicating increases of 0.6–0.8 °C per decade resulting in more frequent and severe droughts, floods, and landslides. These shifts have led to declining yields of wheat, maize, and barley, shrinking arable land, and deteriorating feed quality and water availability, severely affecting livestock health and productivity. The study identifies key on-the-ground adaptation strategies, including adjusted planting dates, crop diversification, drought-tolerant varieties, soil and water conservation, agroforestry, supplemental irrigation, and integrated fertilizer use. Livestock adaptations include improved breeding practices, fodder enhancement using legumes and local browse species, and seasonal climate forecasting. These results have significant practical implications: they offer a robust evidence base for policymakers, extension agents, and development practitioners to design and implement targeted, context-specific adaptation strategies. Moreover, the findings support the integration of climate resilience into national agricultural policies and food security planning. The Climate Change Effects on Food Security project’s role in generating scientific knowledge and fostering interdisciplinary collaboration is vital for building institutional and human capacity to confront climate challenges. Ultimately, this review contributes actionable insights for promoting sustainable, climate-resilient agriculture across Ethiopia.Publication Investigating the environmental Kuznets curve between economic growth and chemical fertilizer surpluses in China: a provincial panel cointegration approach(2022) Yu, Xiaomin; Schweikert, Karsten; Doluschitz, ReinerThis study investigated the relationship between fertilizer nitrogen (N) and phosphate (P) surpluses and economic development on the regional level in China. With a balanced panel dataset covering 30 provinces of mainland China from 1988 to 2019, we employed panel cointegrating polynomial regression (CPR) analysis using fully modified OLS (FM-OLS) estimators. Our results suggested that all provinces exhibit a long-run cointegrated relationship between fertilizer surpluses and real per capita gross regional product (GRP). A total of 22 provinces out of 30 showed a significant inverted U-shaped environmental Kuznets curve (EKC). Among those, 14 provinces are considered to have reached the peak and 8 provinces are considered to be before the peak. The group-mean turning points on the EKC are CNY 7022, CNY 9726, CNY 4697, CNY 3749, and CNY 5588 per capita GRP (1978 = 100) for the Northeast, Northcentral, Middle, and lower reaches of the Yangtze River, Southwest and Northwest China, respectively. The overall turning point of China is CNY 6705 per capita real gross domestic product (GDP), which was reached in circa 2012. This shows a general improvement of chemical fertilizer management in China. However, six provinces still exhibit linear growth in fertilizer surpluses when the economy grows. These regions are characterized by high cash-crop ratios and are mostly located along the southeast coast. Therefore, more effort and attention should be given to these regions to promote further fertilizer reduction. At the same time, nutrient use efficiencies should be improved, especially for cash crops such as fruit and vegetables.Publication The need for consumer-focused household food waste reduction policies using dietary patterns and socioeconomic status as predictors: a study on wheat bread waste in Shiraz, Iran(2022) Ghaziani, Shahin; Ghodsi, Delaram; Schweikert, Karsten; Dehbozorgi, Gholamreza; Rasekhi, Hamid; Faghih, Shiva; Doluschitz, ReinerCurrent household food waste (HFW) reduction plans usually focus on raising consumer awareness, which is essential but insufficient because HFW is predominantly attributed to unconscious behavioral factors that vary across consumer groups. Therefore, identifying such factors is crucial for predicting HFW levels and establishing effective plans. This study explored the role of dietary patterns (DP) and socioeconomic status (SES) as predictors of HBW using linear and non-linear regression models. Questionnaire interviews were performed in 419 households in Shiraz during 2019. A multilayer sampling procedure including stratification, clustering, and systematic sampling was used. Three main DPs, i.e., unhealthy, Mediterranean, and traditional, were identified using a food frequency questionnaire. Results indicated that a one-unit rise in the household’s unhealthy DP score was associated with an average increase in HBW of 0.40%. Similarly, a one-unit increase in the unhealthy DP score and the SES score increased the relative likelihood of bread waste occurrence by 25.6% and 14.5%, respectively. The comparison of findings revealed inconsistencies in HFW data, and therefore the necessity of studying HFW links to factors such as diet and SES. Further investigations that explore HFW associations with household characteristics and behavioral factors will help establish contextual and effective consumer-focused plans.Publication On the effects that motivate pesticide use in perspective of designing a cropping system without pesticides but with mineral fertilizer - a review(2023) Pergner, Isabell; Lippert, ChristianIn the future, a cropping system that guarantees food security by delivering high yields and, simultaneously, protects our environment is desperately needed. This can be achieved through a cropping system that waives chemical synthetic plant protection products, which endanger, for example, biodiversity and water resources. However, such a system, referred to here as the mineral-ecological cropping system (MECS), should still allow for the usage of mineral fertilizers to ensure high yields. It can be thought of as a compromise between the current conventional and organic cropping systems. This article presents a comprehensive literature review on the economic, social, and environmental effects of pesticides and the resulting reasons farmers have to use (or not use) them. Hereby, regarding future pesticide reduction, we identify hindrances and potential benefits that could be mobilized to design the MECS. The major points are the following: in a MECS, (1) it is expected that yields and temporal stability of yields will be higher than in organic farming, but lower than in conventional farming; (2) profitability might suffer due to high input costs and energy consumption; (3) it is expected that soil fertility and biodiversity protection will increase along with the promotion of alternative disease and pest control measures; (4) crop rotations will be wider and more diverse than in conventional farming; (5) mineral fertilizer cannot be optimally used by the crops unless a balanced supply of nitrogen is achieved. Farmers who want to switch to MECS should be compensated as they are likely to experience higher costs and lower yield and yield stability. The lessons learned from this review will help to progress toward an innovative and sustainable cropping system. Further research should focus on rational farmers’ adaptation possibilities when abandoning pesticides while still using mineral fertilizers.Publication Pathways for biodiversity enhancement in German agricultural landscapes(2025) Sponagel, Christian; Thompson, Amibeth; Paetow, Hubertus; Mupepele, Anne‐Christine; Bieling, Claudia; Sommer, Martin; Klein, Alexandra‐Maria; Settele, Josef; Finger, Robert; Huber, Robert; Albert, Christian; Filser, Juliane; Jansen, Florian; Kleemann, Janina; Schreiner, Vera; Lakner, SebastianConserving biodiversity, especially in agricultural landscapes, is a major societal challenge. Broad scientific evidence exists on the impacts of single drivers on biodiversity, such as the intensification of agriculture. However, halting biodiversity decline requires a systemic understanding of the interactions between multiple drivers, which has hardly been achieved so far. Selecting Germany as a case study, the goal of our analysis is (i) to understand how various socio‐economic drivers of biodiversity in agricultural landscapes interact at the national scale, (ii) to identify plausible pathways that most likely will lead to an improvement of biodiversity in agricultural landscapes and (iii) to discuss guiding principles for policy‐making based on the pathways. We applied the expert‐based Cross‐Impact‐Balance (CIB) methodology to the German agri‐food system (target year 2030). Seven descriptors that represent the most relevant socio‐economic drivers of biodiversity (here, we focus on species richness) in agricultural landscapes in Germany were defined. In three workshops with different groups of experts, we assessed all the interactions and impacts between these descriptors. From the workshops, seven overlapping scenarios were identified and aggregated into four main future pathways for enhancing biodiversity in agricultural landscapes. These pathways are: (1) ‘Innovation and stricter legislation’, (2) ‘Major change in protein production and CAP shift’, (3) ‘Major change in protein production and national legislation’ and (4) ‘Major social changes compensate for a lack of innovation in food production’. Socio‐economic drivers interact to varying degrees. Societal values have a strong active influence on the system, e. g. agricultural policy, whereas the orientation and objectives of agriculture, e. g. focus on public goods, are rather passively determined. Conserving biodiversity thus depends upon the evolution of societal values, European and national nature conservation and agricultural policies, innovations in plant and protein production as well as on global commodity markets. A key message for policymakers is that there are generally different, complementary options for achieving the objective of improving biodiversity. This is important when specific drivers such as the CAP cannot be steered in a particular desired direction.
